asbesthaltige Baustoffe in München entsorgen

Stark gesundheitsschädlich: Asbest

Wir entsorgen von mit Asbest oder Asbestzement verunreinigten Baustoffen oder Bauteilen. Dazu gehören z.B. Dachbedeckungen, alte Fassadenplatten, Blumentröge oder Balkonverkleidungen. Als Entsorgungsfachbetrieb achten wir auf umweltgerechte Entsorgung dieser Stoffe.

Foto: Container mit Abfall, asbesthaltig / © colourbox.de

Was ist Asbest?

Asbest ist eine Sammelbezeichnung. Das Wort selbst leitet sich aus dem altgriechischen ab und bedeutet soviel wie "unvergänglich" (asbestos). Die kristallisierten Silikat-Minerale sind faserförmig und kommen in der Natur vor (mineralische Naturfaser). Nach einer entsprechenden Aufbereitung stehen die Fasern in unterschiedlichen Ausführungen zur Verfügung. Es gibt bläuliche, weiße, grüne oder auch braune Asbestfasern, je nachdem von welchem Mineral sie stammen.

Praktischer und flexibler Stoff für Allzweckverwendungen

Asbest wurde auch als Wunderfaser bezeichnet, da sie sehr vielseitig ensetzbar ist und eine enorme Beständigkeit gegenüber Feuer, Säure und Wasser besitzt. Somit schaffte es Asbest vor allem in die Verwendung für Wärmedämmung, Feuerschutz, in Autoreifen, bei der Schifffahrt oder auch als Filtermaterial. Es ist als Faser verwebbar und war damit universell einsetzbar.

Asbest ist krebserregend und stark gesundheitsschädlich

Asbest ist als krebserregend eingestuft. Vor allem freigesetzte Asbestfasern können beim Einatmen äußerst gesundheitsschädlich sein und stehen im Verdacht Krebs auszulösen. Es fällt unter die Kategorie 1A „Stoffe, die bekanntermaßen beim Menschen karzinogen sind; die Einstufung erfolgt überwiegend aufgrund von Nachweisen beim Menschen“ (IFA 2012). Die Fasern sind in der Luft unsichtbar. Der Körper zeigt keine Reizanzeichen bei Berührung.
In der EU und der Schweiz ist Asbest darum seit 1990 in der Verwendung verboten. Die Entsorgung von Altlasten mit Asbest stellt weltweit ein Problem dar.

Wo kommen Produkte mit Asbest her?

Asbesthaltige Baustoffe stammen vor allem aus Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten. Auch in Schiffen, Fahrzeugen (Bremsen, Reifen), in der Isolierung von elektrischen Geräten, hitzebeständiger Kleidung und Nachtspeicheröfen kommt Asbest vor.
Obwohl es keine Regelung gibt, dass asbesthaltige Balkonblumenkästen, Welldachplatten, Dachschindeln oder Fassadenverkleidungen erneuert werden müssen, wird es trotzdem empfohlen. Es kann durch Beschädigungen der Fasern zu Asbeststaubverwehungen kommen, die für das menschliche Auge nicht sichtbar sind. So besteht die Gefahr, dass man Asbest einatmet, ohne es zu wissen oder zu bemerken.

Verwertung und Entsorgung von Asbest

Kleinere Mengen an asbesthaltigen Materialien werden oftmals von den Kommunen (Landkreis, kreisfreie Stadt) oder Abfallzweckverbänden als Problemabfall an Wertstoffhöfe oder Deponien der Klasse I oder II weitergegeben. Auch alle älteren elektrischen Geräte (wie Toaster, Bügeleisen, etc.) können kostenlos an den kommunalen Sammelstellen abgegeben werden.
Bei der Verwertung müssen die Asbestfasern zuverlässig zerstört und dauerhaft aus der Umwelt entfernt werden. Derzeit gibt es aber in Deutschland kein Verwertungsverfahren, das eine sichere Entfernung von Asbest aus der Umwelt gewährleistet. Verschiedene Ansätze wie z.B. mechanische Zerkleinerungsverfahren, thermische Verfahren, chemische Verfahren oder Einbindungsverfahren sind alle nicht wirklich sicher und teilweise auch ökonomisch und ökologisch fragwürdig.
Am häufigsten wird Asbest mittlerweile auf Deponien gebracht, wo eine Verbreitung der Fasern durch Abdecken mit mineralischem Material untebrunden wird. Dabei werden als Behältnisse so genannte Big-Bags verwendet.

Quellen: abfallratgeber.bayern.de, wikipedia.de

 

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